
"Mementote scelerum! - Gedenkt der Verbrechen!" aus Ulm
Wir kommen aus:
Ulm (Baden Württemberg)
Wir kennen uns...
aus der Schule. Wir gehen alle auf das Anna-Essinger-Gymnasium in Ulm.
Unser Projektthema für STEP 21 [Weiße Flecken]:
"Wie lange noch Scholl?" - Das Schicksal der Familie Scholl nach der Hinrichtung von Hans und Sophie
Bei "Wie lange noch Scholl? (- eine berechtigte Frage)" handelt es sich um einen Artikel des Ulmer Tagblatts vom 8. Oktober 1943. In diesem Artikel wird Robert Scholl, der Vater von Hans und Sophie, angeschwärzt und des Verderbens seiner Kinder beschuldigt. Der Artikel soll auf diese Weise der bei den Ulmern herrschenden Stimmung entgegenwirken. Diese hatten nämlich (zumindest teilweise) kein Verständnis für die Hinrichtung, da sie die Geschwister Scholl als vorbildliche Nazis in Erinnerung hatten. Man versuchte also mit dem Artikel, den Unmut auf den Vater umzulenken und ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben. Außerdem sollte diese Tendenz zum "Staatsverbrechen" auf eine Familie zurückgeführt werden und nicht auf die Gesellschaft. Zu dieser Zeit waren die Scholls bereits in Sippenhaft, der Vater saß im Gefängnis."
Wie die dritte Ausgabe der
[Weiße Flecken]-Zeitung und der Unterrichtsbaustein bestellt werden können, erfährt man hier.