
„Historische und politische Ereignisse benötigen eine längere Zeitdistanz, um sie möglichst objektiv analysieren und bewerten zu können. So auch der Zweite Weltkrieg und der Holocaust.
Das Projekt STEP 21 [Weiße Flecken] gibt der jungen Generation die Gelegenheit, durch Enthüllung bisher unbekannter Zeitzeugenschicksale oder Dokumente das historische Bewusstsein zu schärfen und auch die journalistischen Fähigkeiten zu entfalten.
Nun, bei der zweiten Zeitungsausgabe beteiligen sich auch Jugendliche aus Tschechien, was sehr zu begrüßen ist!
Das heißt auch – Erleuchtung von noch mehr der verbliebenen weißen Flecken. Die jungen Generationen der Täter und der Opfer kommen zusammen, um gemeinsam die Lehren aus dieser Vergangenheit zur Diskussion zu stellen. Ich bin stolz, dabei Pate zu sein und wünsche viel Erfolg.“
Salomon Sally Perel wurde 1925 in der Nähe von Braunschweig geboren. Bekannt ist er vor allem für sein Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon", in dem er seine Jugend schildert. Nachdem er und seine Familie als Juden nach Polen vertrieben worden waren, gab er sich in den Kriegswirren als Deutscher aus – und entkam so dem Holocaust. Als Adoptivsohn eines deutschen Soldaten kehrte er nach Deutschland zurück und besuchte eine Schule für Hitlerjungen. 1943 machte er sich auf die Suche nach seinen in Lodz verschollenen Eltern, bevor er gegen Kriegsende zum Wehrdienst eingezogen wurde.
Salomon Sally Perel lebt heute in Israel, kehrt aber oft zu Lesereisen und Gesprächen nach Deutschland zurück. Seine Autobiographie wurde 1989 verfilmt.
Wie die [Weiße Flecken]-Zeitung und der Unterrichtsbaustein bestellt werden können, erfährt man hier.