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Medienkompetenz

Mit Medienkompetenz sind nicht nur die Kenntnis der technischen Strukturen und das Wissen um deren Bedienung gemeint, sondern in erster Linie die Fähigkeit, Medien sinnvoll nutzen zu können. Bereits bei Kindern und Jugendlichen können Reflexionsprozesse angestoßen werden, die sie im Laufe ihrer Entwicklung weiter entfalten und die ihnen dabei helfen, ihre Entscheidungen zunehmend selbstbestimmter zu treffen. Welche Medien sinnvoll sind, kann letztlich nur jeder für sich entscheiden. Doch dazu ist Medienkompetenz notwendig. Hierzu gehört unter anderem: Kenntnisse über den Entstehungsprozess von Bildern zu erlangen, den Kontext, in dem die Bilder stehen, zu verstehen und damit differenzieren zu können, kurzum: hinter die Bilder zu sehen.

Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, sich der eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden. In Bezug auf den alltäglichen Gebrauch von Medien lassen sich daraus Überlegungen ableiten, die wie folgt formuliert werden können:

·        Was möchte ich erfahren?
·        Welche Medien können mir welchen Inhalt bieten?
·        Wie treffe ich eine gute Auswahl aus dem Angebot?

Die Fähigkeit, Medienprodukte beurteilen zu können, ist immens wichtig. Die Bedeutung und Aussage eines Films, Computerspiels, Zeitungsartikels, Bildes etc. muss wahrgenommen werden können. Dafür sind eine Sensibilisierung für den Entstehungsprozess dieser Medien und Kenntnisse über, die technische Umsetzung erforderlich. An diesem Punkt, der in der gegenwärtigen Diskussion allgemein unter dem Begriff „visual literacy“ zusammengefasst wird, will die step21 - Box Kompetenzzuwachs auf drei Ebenen fördern:

·        Was nehme ich wahr?
·        Wie ist das Bild hergestellt worden?
·        Wo wird das Bild eingesetzt?

Die Frage nach der Wahrnehmung ist auch eine Frage der Ästhetik. Sie betrifft die sinnliche Erfahrung eines Bildes - sei es eine Fernsehsendung, ein Bild im Museum oder eine Website - die immer mit einer Wertung verbunden ist. Welche Emotionen und Empfindungen löst die Darstellung aus, und wodurch wird dies erreicht?

Neben der Fähigkeit zu erkennen, wie ein Bild produziert worden ist, müssen die Kinder auch lernen, Bilder selbst zu produzieren. Die Fotografie sowie das Malen, Zeichnen und Schreiben von Comics sind Formen, die im Klassenzimmer umsetzbar sind. Kinder sollen ein Gespür für die Transferleistungen entwickeln, die die manuelle Bilderherstellung erfordert. Sie erlernen das Erstellen zweidimensionaler Abbilder auf Basis real existierender Gegenstände oder aber aus bloßer Vorstellungskraft. Zu erkennen, in welchem Rahmen Bilder eingesetzt werden, ermöglicht auch, nach der Zielsetzung des Bildes zu fragen. Ein Plakat auf der Litfaßsäule wirbt für ein Produkt, die Poster im Kinderzimmer sind Ausdruck der eigenen Individualität. Wer verwendet Bilder und wie verbreitet er sie, um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen? Dies gilt es zu erkennen.

Aber auch die Bilder im Kopf haben ihren Platz in der step21 -  Box [Weltbilder : Bilderwelten]. Aus Hörspielen, Geräuschen und Gedankenreisen entwickeln sich Ideen und Vorstellungen, die die Kinder zum Ausdruck bringen sollen. Neben dem Erkunden klassischer Medien mit ihren visuell wahrnehmbaren Bildern soll so auch die Fantasie der Kinder angeregt und ihrer Kreativität gebührend Raum gegeben werden. Die Bedeutung von Kreativität und von Offenheit in Bezug auf alle denkbaren Möglichkeiten in der Gestaltung der eigenen Lebenswelt wächst zusehends, und die Kinder sollten darin unterstützt werden, diese Fähigkeiten zu entwickeln.

Kinder sollen ...

  • lernen, Medien in ihrem näheren Umfeld bewusst wahrzunehmen, sie zu verstehen und weitestgehend in ihre alltägliche Praxis einbauen.
  • verstehen, wann und wieso Medienprodukte an sie herangetragen werden.
  • verstehen, dass Bilder manipulativ sein können und nicht immer die Wahrheit widerspiegeln.
  • lernen, wie sie sich mithilfe von Medien artikulieren können.
  • in ihrer ästhetischen Wahrnehmung geschult werden.
  • die Produktion verschiedener Medienprodukte erlernen.
  • die Möglichkeiten von Vortrag und Präsentation lernen.
  • sich in einer durch Medien geprägten Welt orientieren können und zur gesellschaftlichen Partizipation befähigt werden.
  • lernen, Ideen und Gedanken medial umzusetzen.
  • lernen, Projekte unter der Anleitung ihrer Lehrer durchführen zu können.

 

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