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IDEE & ZIELSETZUNG

Idee

Die Beschäftigung mit Geschichte ist kein Selbstzweck, sondern dient der Orientierung in der Gegenwart und der Verbesserung der Zukunft. "Man muss in den Rückspiegel schauen, um die Spur wechseln zu können",  bringen es Ann-Christin und Tobija in der ersten Ausgabe der STEP 21 [Weiße Flecken]-Zeitung auf den Punkt.

Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

In diesem Sinne ist STEP 21 [Weiße Flecken] gleichermaßen ein Schülerzeitungs- und ein Erinnerungsprojekt. Über das Medium Zeitung wird eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gebaut. In der Kombination aus Zeitungsanalyse, historischer Recherche und eigener aktiver Medienarbeit erfahren die Teilnehmer Wirkmechanismen von Printmedien unter  den Bedingungen diktatorischer Herrschaft. Sie ziehen den Vergleich zur freien Meinungsäußerung in der Demokratie und reflektieren Menschenrechte und Pressefreiheit.

Geschichten hören, solange Geschichte lebt

Ereignisse, die „vor der eigenen Haustür“ stattgefunden haben und natürlich die Begegnung mit Zeitzeugen machen Geschichte lebendig; und sie machen es einfacher, einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. STEP 21 [Weiße Flecken] ruft Jugendliche dazu auf, sich mit dem Leben der Menschen in der NS-Zeit auseinander zu setzen, verdrängte und vergessene Geschichten aufzuspüren und ans Licht zu holen. Den Gesprächen mit Zeitzeugen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Die Unmittelbarkeit ihrer Erzählungen lässt Dimensionen von Unrecht und Macht­missbrauch vorstellbar werden. STEP 21 [Weiße Flecken] möchte die letzte Chance nutzen, jungen Menschen diese unersetzliche Erfahrung zu ermöglichen und zugleich den letzten noch lebenden Zeitzeugen eine Stimme zu geben.

Begegnung junger Europäer

Innovativ ist bei STEP 21 [Weiße Flecken] die Verknüpfung von historischer und journalistischer Projektarbeit auf europäischer Ebene. Das Projekt von step21 bezieht Jugendliche aus Polen mit ein, da ihr Land besonders unter der deutschen Besatzung und Verfolgung gelitten hat. Der Austausch zwischen den Enkeln der Kriegsgeneration aus Deutschland und Polen macht für beide Seiten eine Erweiterung ihres Blicks auf die Zeit des Nationalsozialismus möglich. Gleichzeitig fördert er eine Vertiefung der gegenseitigen Kenntnisse und eine Annäherung der jungen Generation für eine gemeinsame europäische Zukunft.

Ziel

Ziel von STEP 21 [Weiße Flecken] ist eine gemeinsame, deutsch-polnische Zeitung, die Erinnerungen an Unrecht und Unmenschlichkeit vor dem Vergessen bewahrt, aber auch an Mut und Widerstand erinnert. Die jungen Journalisten informieren über Geschichten und Ereignisse, die in der damaligen, von den Nationalsozialisten kontrollierten Presse verschwiegen, oder verfälscht dargestellt wurden. Auf jeweils einer Zeitungsseite dokumentieren die 15 Schülerteams die von ihnen entdeckten und aufbereiteten Geschehnisse und zeigen die journalistischen Lücken auf: die „weißen Flecken“ ihrer damaligen Lokalzeitung.

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